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Quo Vadis, Aida?

Jasmila Zbanic | AT, BA, NL, DE, u.a. 2020 | 104 min
Mit: Jasna Duricic, Izudin Bajrovic, Boris Ler, Dino Bajrovic, Edita Malovcic u.a.
Kinostart: 19.2.2021

Bosnien, Juli 1995. Aida (großartig: Jasna Ðuricic) ist Lehrerin und arbeitet als Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, gehört ihre Familie zu den Tausenden von Menschen, die im UN-Lager Schutz suchen. Aida hat als Dolmetscherin in den Verhandlungen Zugang zu entscheidenden Informationen. Sie versucht dabei, Lügen und Wahrheiten auseinanderzuhalten, um herauszufinden, wie sie ihre Familie und ihre Mitbürger*innen retten könnte. Die Lage spitzt sich zu, als ihr Ehemann, Direktor der örtlichen Schule, Srebrenica bei den Verhandlungen mit dem bosnisch-serbischen General Ratko Mladic vertreten soll.

Der neue Film der bosnischen Regisseurin Jasmila Zbanic (Goldener Bär für ‚Grbavica‘) wurde von der internationalen Kritik als ein Höhepunkt der Filmfestivals in Venedig und Toronto bejubelt. Zbanic wuchtiger Film ist atemberaubend spannend und zeichnet sich durch seinen feministischen Blick aus: Hier kämpft eine starke Frau wie eine Löwin auf aussichtslosem Posten in der männlichen Welt des Krieges. Unvergesslich bleibt der durchdringende Blick dieser Frau und das tief berührende Ende. Eine andere Welt, eine Welt des Miteinanders, scheint möglich.

Aidas Schicksal steht für das einer ganzen Generation von Frauen, die den Krieg in Bosnien überlebt haben. Mehr als 8000 – fast ausschließlich männliche – Zivilisten wurden bei dem als Genozid eingestuften Massaker von Srebrenica von der bosnisch-serbischen Armee ermordet. Neben den grausamen Taten der Armee von Ratko Mladic wurde im Zusammenhang mit dem Massaker auch die Rolle der Vereinten Nationen scharf kritisiert. Zum 25. Mal jährte sich das Massaker von Srebrenica im Juli 2020 und bis heute erscheint es unbegreiflich, dass es vor den Augen der Staatengemeinschaft, mitten in Europa, zu einer solchen Katastrophe kommen konnte.

»Dieser Film handelt von einer Frau, die in einem von Männern dominierten Krieg zwischen die Fronten gerät ist. Es geht um Mut, Liebe und Widerstandskraft – und auch darum, was passiert, wenn wir nicht rechtzeitig auf Warnsignale reagieren. Ich habe den Krieg in Bosnien überlebt. An einem Tag hat man alles, und am nächsten existiert fast nichts mehr von dem, was man kennt. Nur weil wir bestimmte Dinge für unvorstellbar halten, heißt das nicht, dass sie nicht geschehen können.« – Regisseurin Jasmila Zbanic

Filmfestival Venedig 2020: SIGNIS Award

Bosnische Oscar-Nominierung

 

»Ein unvergesslicher Film….Während die Situation sich in ein Pulverfass verwandelt, kann man den Blick kaum von der Leinwand abwenden.«The Hollywood Reporter

»Überwältigend, erschütternd und herzzerreißend. Gespielt mit einer absolut überzeugenden Mischung aus Entschlossenheit, Großmut und wildem mütterlichem Instinkt von der serbischen Schauspielerin Jasna Đuričić. Mit einem unglaublich bewegendem Epilog.«Variety

»Nur wenige Filme wie ‚Das Leben ist schön‘ oder ‚Der Pianist‘ erreichen göttliche Höhen, indem sie zutiefst menschliche Geschichten unvorstellbaren Gräueln gegenüber stellen. QUO VADIS, AIDA?, der neue Film der gefeierten bosnischen Regisseurin Jasmila Žbanic, ist so ein überweltlicher Film.«Indiewire

»Ein starker Film…mit einem an ‚Dunkirk‘ erinnernden atemlosen Zugang zum Krieg.«Cineuropa

»Ein umwerfendes, zutiefst bewegendes Drama… ganz große Freude.« – FM4

»Die Energie und Leidenschaft von Zbanic‘ frischem, direkten Blick auf den Konflikt ist in jeder Einstellung zu spüren.«Screen Daily

»Mit einer furiosen Hauptdarstellerin.« – Profil

»Aida kämpft wie eine Löwin – ein Einsatz, der dem Film seinen emotionalen Nachhall beschert.« – Der Standard

»Das auf wenige Tage konzentrierte Geschehen zählte zu den emotionalsten Filmen der 77. ‚Mostra‘; die überzeugende Hauptdarstellerin Jasna Duricić hätten ebenfalls die „Coppa Volpi“ verdient; aber auch Drehbuch, Inszenierung und politische Relevanz ragten deutlich heraus.«Filmdienst


Öst. Kinostart gefördert vom Österreichischen Filminstitut und vom Film Fonds Wien